Problemstellung
Durch gestiegenen Konsum, Wohlstand und Bevölkerung wurden die Ansprüche an die natürlichen Ressourcen der Erde, wie auch den Menschen im vergangenen Jahrhundert immer weiter ausgereizt.
Verstärkt durch die Vernetzung der Märkte, die Globalisierung, die Zunahme des internationalen Handels setzt sich dieser Trend ungebrochen fort. Trotz Phasen mit geringerem Wachstum ist nicht davon auszugehen, dass in den kommenden Jahrzehnten eine Periode der natürlichen Erholung für den Planeten, oder den Menschen eintreten wird, im Gegenteil.
Gerade in dieser Zeit, in der der Mensch um seinen eigenen Wohlstand bangt besteht das Risiko den Fokus auf bestehende Probleme und Fehlentwicklungen zu verlieren, die Widerstände der Zeit nicht richtig zu deuten und der menschlichen Skepsis vor Veränderung nachzugeben. Veränderungen im Umgang mit der Umwelt sind aber zwingend notwendig.
Die Informationstechnologie hat viele dieser Entwicklungen erst möglich gemacht, gleichzeitig ist sie aber auch ein Schlüssel ihren negativen Konsequenzen wieder Herr zu werden.
Vielfach wurde das Erkennen natürlicher Grenzen hinten angestellt. Sei es bei der Ausbeutung von Rohstoffen, der Belastung von Wasser, Boden, Luft, oder der Belastung des Menschen selbst. Um zu verstehen wo genau diese Grenzen liegen und die vielfältigen physischen, chemischen, biologischen und sozialen Wirkungszusammenhänge zu analysieren ist der Nutzen moderner Technologien zwingend notwendig.
Ein wesentlich stärkeres Engagement ist grundlegend um relevante Daten zu analysieren, Prozesse zu simulieren, Ergebnisse zu evaluieren und Entscheidungsalternativen aufzuzeigen. Dazu ist Fachwissen notwendig, das sowohl Umweltzusammenhänge betrifft, wie auch moderne Technologie. Die interdisziplinäre Betriebliche Umweltinformatik ist damit eine der Antworten auf die Widerstände unserer Zeit.

