Was ist BUI?
Allgemeines zum Studiengang Betriebliche Umweltinformatik
Unterstützung der Nachhaltigkeit von Betrieben Die betriebliche Umweltinformatik versucht einen Beitrag zum betrieblichen Umweltschutz zu leisten, indem sie Methoden und Techniken der Informatik nutzt, um IT-Systeme so zu entwickeln und einzusetzen, dass einerseits von den betrieblichen Aktivitäten keine Umweltbelastungen ausgehen. Andererseits wird ein effektives Umweltmanagement im Betrieb gefördert, welches ökologische, ökonomische und soziale Ziele in Einklang bringen kann. Die betriebliche Umweltinformatik soll in diesem Sinn die Komplexität betrieblicher Prozesse mit ihren Auswirkungen auf die Umwelt überschaubar machen, Es werden, Informationen über diese Prozesse so aufbereiten, dass Entscheidungen der Betriebsführung unter ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten getroffen werden können. Darüber hinaus unterstützt die betriebliche Umweltinformatik die Planung, Kontrolle und Steuerung betrieblicher Umweltschutzaktivitäten. Die betriebliche Umweltinformatik ist eine junge und innovative Disziplin, die den scheinbaren Widerspruch zwischen ökonomischen und ökologischen Ziele entkräftet. Durch das Aufdecken von Energie- und Materialeinsparpotentialen mittels Methoden und Produkten der betriebliche Umweltinformatik können sowohl Kosten reduziert als auch natürlichen Ressourcen geschont werden, so dass die betriebliche Umweltinformatik damit einen wesentlichen Beitrag zur Harmonisierung von Ökologie und Ökonomie leistet.
Das Studium
Das Studium der betrieblichen Umweltinformatik ist interdisziplinär angelegt. Als angewandte Informatik vermittelt es als tägliches Handwerkszeug Kernkompetenzen in relevanten Methoden, Verfahren, Techniken und Softwarewerkzeugen der Informatik. Die Studierenden werden durch das Studium der betrieblichen Umweltinformatik befähigt, diese Methoden, Verfahren und Werkzeuge so einzusetzen, dass sie problemabhängig das für den jeweiligen Anwendungskontext passende Instrumentarium auswählen und nutzen können. Nachhaltiges Wirtschaften von Betrieben bedeutet das sowohl ökonomische als auch ökologische und soziale Aspekte in den Unternehmen berücksichtigt werden. Hierzu müssen Absolventen der betrieblichen Umweltinformatik die jeweilige Fachsprache und den fachlichen Hintergrund der Anwender, Nutzer und anderer Anspruchsgruppen betrieblicher Umweltinformationssysteme verstehen und einordnen können. Daher verschafft das Studium der betrieblichen Umweltinformatik neben den Informatikkenntnissen einen Überblick über relevante Themen der Betriebswirtschaftslehre, der Umwelt- und Ingenieurswissenschaften. So können die Absolventen z.B. einen betrieblichen Produktionsprozess unter betriebswirtschaftlichen Aspekten prüfen und bewerten sowie Möglichkeiten und technische Umsetzungen alternativer Produktionsprozesse unter Umweltgesichtspunkten einordnen. Aufgrund der Interdisziplinarität von Projekten auf dem Gebiet der betrieblichen Umweltinformatik bedarf es zusätzlich noch Fähigkeiten im Umgang mit interdisziplinären Projektteams, welche im Studium durch das Erlernen von sog. Soft Skills vermittelt werden. Das Studium findet in Form von Vorlesungen und Übungen sowie von computergestützten Laboraktivitäten statt. Ziel der sechssemestrigen Bachelor-Ausbildung ist es, leistungsfähige, angewandte Informatiker mit fachspezifischer Querschnittskompetenz auf dem Gebiet des betrieblichen Umweltschutzes auszubilden, die den Bedürfnissen dieses Fachgebietes entsprechende IT-Lösungen entwickeln bzw. Standardsoftware anwenden können. Diese sind in interdisziplinären Projektgruppen zur IT-unterstützten Lösung betrieblicher Umweltschutzfragestellungen ideal einsetzbar. Dabei wird Sorge dafür getragen, dass die Studierenden die notwendigen Schlüsselqualifikationen erwerben, die ein insbesondere für diese Disziplin unbedingt notwendiges „lifelong learning“ ermöglichen.
Berufschancen für Absolventen der Fachrichtung betriebliche Umweltinformatik
Wie in allen Ausbildungen der angewandten Informatik werden die Berufsaussichten der Absolventinnen und Absolventen dieser Studiengänge gegenwärtig als sehr gut eingeschätzt. Da der vorhandene Fachkräftemangel an Informatikern auch in naher Zukunft nicht durch frisch ausgebildete Absolventen gemindert werden kann, ergeben sich auch zukünftig gute Berufschancen für Informatiker. Da Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Betriebliche Umweltinformatik zudem in allen Betrieben potentiell benötigt werden, die sich Themen wie dem betrieblichen Umweltschutz oder der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen, ergeben sich hier weitere Arbeitgeber. Da davon ausgegangen wird, dass die umweltorientierten Aufgaben der Unternehmen schon aufgrund wachsender gesetzlicher Bestimmungen und zunehmender Umweltsensibilisierung zunehmen werden, steigen die Berufschancen weiter. Im Fall von Betrieblichen Umweltinformatikern/innen kommt schließlich noch hinzu, dass ein Studiengang Betriebliche Umweltinformatik mit einem Abschluss als Bachelor und Master bundesweit nur an der HTW in Berlin angeboten wird. Absolventinnen und Absolventen der betrieblichen Umweltinformatik sind angesichts ihrer Informatikkompetenzen in Verbindung mit ihren breiten Querschnittskenntnissen, welche Elemente der Ingenieur-, Umwelt- und Witschaftswissenschaften umfassen, besonders geeignet, in allen Tätigkeitsbereichen der anwendungsorientierten Informatik eingesetzt zu werden.

